Zurück zur „Normalität“: Recap zum TYPO3-Camp in Dresden #T3CMD

Vom 31. März bis zum 2. April 2022 fand das erste „Präsenz“-TYPO3-Camp nach mehr als zwei langen Jahren Camp-Pause statt – nämlich das TYPO3Camp Mitteldeutschland im Hygienemuseum Dresden (wie passend). Den großen Auftakt in die neue Ära der TYPO3-Camps wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so machten Sebastian, Christian, Julia und ich uns auf den Weg in den Osten.

Nach knapp sieben Stunden stauloser Fahrt erreichten wir unser Ziel und checkten im Motel One Dresden am Zwinger ein.

Ankommen, duschen, fertigmachen …

… und ab zum Warm-up in der Zapfanstalt Dresden! Standesgemäß waren wir natürlich viel zu früh vor Ort, konnten uns aber dadurch glücklicherweise einen der begrenzten und später am Abend sehr begehrten Sitzplätze sichern.

Wir sind getränketechnisch relativ schnell am hauseigenen Zwickl hängengeblieben, welches uns auch nach dem vierten Glas am nächsten Morgen keine Kopfschmerzen bereitete 😉 Doch nicht nur die Getränke, sondern auch die Speisen waren vorzüglich: Hervorragende Burger (größer als so manch Erwachsenenkopf) und hausgemachte Fritten zum Reinlegen. Da läuft einem jetzt noch das Wasser im Mund zusammen!

Tag 1: Endlich wieder Sessions zum Anfassen!

Nach der großen Eröffnung im Saal ging es für uns mit der Session „Acceptancetests mit Codeception“ los. Hier wurde vorgestellt, wie automatisierte Frontend-Tests mit Hilfe von Codeception umgesetzt werden. Nach der reinen Vorstellung des Tools ging es dann mit einem Praxisbeispiel weiter. Auch für Nicht-Techies wie Julia und mich sehr interessant und nachvollziehbar. Die Session war wirklich sehr informativ und gewann am letzten Tag auch verdienterweise den „Best Session Award“. Glückwunsch!

Danach wanderten wir in Raum 1, wo Alexander Hippe von move:elevator sein Fachwissen über Data Driven Marketing & KPIs preisgab. Die Session war nicht nur super informativ sondern gab uns auch den wichtigen Reminder, dass zwischen Key Performance Indikatoren und Performance Indikatoren unterschieden werden muss, um die strategischen Unternehmensziele erreichen zu können.

Nach einer kurzen Mittagspause zur Stärkung (mit einem der besten Schokoladenmousse aller Zeiten) ging es weiter mit einem Talk zum Thema „Qualitätssicherung“ von Davitec. Besprochen wurden unter anderem die Frage „Ab welcher Unternehmensgröße lohnt es sich, Prozesse zu gestalten und dokumentieren?“. Während es sich für kleinere Agenturen natürlich nicht lohnt, grundlegende Prozesse zu modellieren, so ist dies in größeren Agenturen unumgänglich.

Für einen schnellen „Pick-me-up“ zwischen den Sessions waren glücklicherweise Daniel & seine Truppe von Toujou vor Ort, die am laufenden Band fantastischen Espresso ausgaben. Und das coolste daran: Die Tassen durfte man danach sogar behalten <3

Die Speeddating-Session von Daniel Fau gehört inzwischen zu jedem guten TYPO3-Camp dazu. Auch, wenn ich die Session schon mindestens dreimal besucht habe, ist es immer wieder eine Freude, teilzunehmen (denn das Publikum wechselt natürlich jedes Mal). Auch in diesem Jahr konnte ich wieder viele neue Gesichter kennenlernen und altbekannte „Online“-Kontakte endlich mit einem realen Gesicht in Verbindung bringen.

Zu guter Letzt ging es für mich zu „Austausch: Was läuft schief bei TYPO3?“ von Norbert. In dieser Session wurden allgemeine Pain-Points beklagt, aber – was ich persönlich sehr positiv fand – auch direkt neue Denkanstöße und Ideen entwickelt, wie diese Pain Points überwunden werden können. Ein kleines Beispiel: Im Rahmen der Diskussion um das Thema Translation Handling brachte Eric Bode seine Idee für ein neues Konzept vor. Dieses hat er auch inzwischen vollumfänglich ausgearbeitet und auf decisions.typo3.org der Community zur Diskussion zur Verfügung gestellt. Bravo für den Einsatz!

Nach der letzten Session gab es noch die Möglichkeit, an einer kleinen Stadtrundführung mit Annett teilzunehmen (was Sebastian auch tat). Wir übrigen gingen allerdings zurück ins Hotel, um uns für das Abendprogramm im Studentenclub Bärenzwinger auszuruhen und frisch zu machen.

Dort angekommen gab es zunächst ein fantastisches Buffett mit verschiedenen Suppen (Kartoffelsuppe, Irish Stew) sowie diversen Beilagen. Nach einer kurzen Stärkung ergatterten wir einen der letzten Tische. Der ungezwungene Austausch mit den Teilnehmern ist wirklich etwas, das in den letzten zwei Jahren sehr gefehlt hat und – auch, wenn der Abend wirklich lang war – so sind wir doch alle gegen drei in der Früh mit einem sehr vollen Herzen und einem besonders breiten Lächeln wieder ins Hotel zurückgekehrt 🙂

Tag 2: UX im Backend und eine anregende Diskussionsrunde zu TYPO3 v12

Tag 2 des TYPO3Camps Dresden startete mit einem starken Espresso, einer leckeren Butter-Brezel als Grundlage und der nächsten Runde Sessionplanung.

Wir entschieden uns dazu, mit dem Talk „Geschäftsmodelle mit TYPO3“ von Daniel, Viviane und Alexander in den Tag zu starten. Auch, wenn wir das System Toujou und das Konzept dahinter bereits kennen, so ist es doch immer sehr interessant, mehr über die Benefits, Möglichkeiten und Anwendungsfälle zu erfahren. Wer bis heute noch keinen Blick auf Toujou geworfen hat, dem ist das wirklich wärmstens zu empfehlen.

Um 11:00 Uhr zog es mich dann aus Neugier in die Session von Björn und Alexander, die zur offenen Diskussion rund um das Thema „TYPO3 Core – Was sollte kommen?“ einluden. Viele der angebrachten Punkte und Pain-Points kann ich absolut nachvollziehen – jedoch hätte ich mir persönlich in der Session ein bisschen mehr „Wie können wir Problem XY am besten lösen?“ und weniger „X, Y und Z sind ka*** und das muss jemand ändern“ gewünscht.

TYPO3 ist ein Open Source CMS, sodass es wirklich ausnahmslos JEDEM freisteht, sich an der Weiterentwicklung zu beteiligen, Vorschläge zur Optimierung anzubringen und das System damit in die gewünschte Richtung auszurichten. Wer sich selbst nicht einbringt (oder einbringen will), der kann in meinen Augen auch nicht erwarten, dass seine Forderung asap umgesetzt wird. Contribution ist ja bei Weitem mehr als nur reines Beisteuern von Code. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Als nächstes stellten Liddy und Annett von der Structured Content Initiative ihre Initiative, sowie erste greifbare Anpassungen für das TYPO3 Backend vor. Mit Hilfe der Registration API for Content Blocks, sowie dem Structured Content Page Module gehen sie einen wichtigen Schritt in Richtung Verbesserung und Vereinfachung des TYPO3 Backends für Redakteure. Wir sind sehr gespannt, was in Zukunft noch von der Initiative kommt!

Und weil das Thema so spannend war, blieben wir direkt für User Experience im Backend im großen Saal. Felix & Jan stellten hier zunächst das Thema User Experience als solches vor und präsentierten anschließend einige ihrer Ideen zur visuellen Verbesserung und kundenspezifischen Individualisierung des TYPO3-Backends. Auch an dieser Stelle: Chapeau – das war wirklich eine fantastische, gut strukturierte und lösungsorientierte Session!

Schlusswort

An dieser Stelle möchten wir ein recht herzliches Dankeschön an die Organisatoren des T3CMD22 aussprechen. Es war mit Sicherheit nicht einfach, das erste In-Person-Camp nach einer so langen und so harten Pause auszurichten. Danke, dass ihr die Mühen auf euch genommen habt und uns allen ein Camp geboten habt, auf dem man sich sicher und wohlfühlen konnte!

Bildquellen

  • Warm up in der Dresdner Zapfanstalt: Bildrechte beim Autor
  • Leckerer Espresso von Toujou: Bildrechte beim Autor
  • Toujou Speeddating: Bildrechte beim Autor
  • Last Man Standing im Bärenzwinger: Bildrechte beim Autor

Über Luisa Sofie Faßbender

Senior-Projektleiterin, seit 2015 bei Marketing Factory | Blog-Sklaventreiberin | Master-Student Marketing & Communications | TCCC | TYPO3 Marketing Team Lead | 🦄

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2 Gedanken zu „Zurück zur „Normalität“: Recap zum TYPO3-Camp in Dresden #T3CMD“

  1. Hi Luisa,

    ich hatte von der Session „TYPO3 Core – Was sollte kommen“ nicht den Eindruck, das die Leute ins Negative abgerutscht sind oder gar gerantet wurde. Ich fand es im Gegenteil sehr anregend, von den gut 40 Leuten im Raum Feedback zu bekommen. Ich habe die Informationen auf https://talk.typo3.org/t/typo3-roadmap-feedback-from-t3cmd-2022/4483/ gepackt. Sie sind frei zur Diskussion. Ich bin völlig bei dir, dass Open Source ein einbringen von Jedermann braucht. Mein Scope für die 45 Minuten war ganz klar auf dem Thema Vibes einfangen und Pains abholen. Im Nachgang können wir nun gemeinsam schauen, wie es mit den Themen weitergehen kann. Ich bleibe da jedenfalls am Ball.

    Danke für dein Recap.
    Björn

    1. Hi Björn,

      danke dir fürs Lesen und für deinen Kommentar. Ich habe hier lediglich meine subjektive Wahrnehmung der Session wiedergegeben – wenn Du das anders siehst / gesehen hast ist das ja vollkommen in Ordnung 🙂 Dass du die Inhalte zur Diskussion auf talk.typo3.org gestellt hast finde ich super – so wird das Feedback direkt in die Community gebracht!

      Liebe Grüße,
      Luisa

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