Titelbild: Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration bei Marketing Factory

Im Interview mit SysAdmin Daniel – Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration bei der Marketing Factory

Wir suchen einen FISI. Was das ist? Ein Auszubildender zum Fachinformatiker im Bereich Systemintegration. Aber was lernt man in der Ausbildung überhaupt? Wie unterscheidet sie sich zum traditionellen Fachinformatiker im Bereich Anwendungsentwicklung? Und warum sollte man ausgerechnet bei uns die Ausbildung machen?

Wer könnte das besser erklären als unser Systemadministrator Daniel Klockenkämper. Daniel hat selbst seine Ausbildung zum FISI bei der Marketing Factory gemacht und leitet die Abteilung heute. Und da ich persönlich es immer unglaublich interessant finde, die „Geschichte hinter dem Kollegen“ zu hören, habe ich ihn mir für ein paar Fragen rund um die Ausbildung zum FISI bei uns geschnappt. 

Zu Beginn: Stell dich doch bitte kurz vor und verrate uns, wie du überhaupt zu deinem Beruf gekommen bist.

„Ich bin Daniel, 38 Jahre alt, zweifacher Papa und Systemadministrator bei der Marketing Factory. Ich war schon immer von Computern fasziniert. Meine Faszination fing jedoch erst so richtig an, als meine Schwester einen Computer bei einem Preisausschreiben gewann. Den wollte ich natürlich unbedingt haben. Netterweise hat sie ihn mir dann letztendlich auch überlassen 😉

Seitdem war ich angefixt – nicht nur von der Funktionsweise von Computern, sondern auch von den schier unendlichen Möglichkeiten, die sie uns bieten. Meine Mama hat von Zuhause aus gearbeitet und dafür auch immer wieder neue PCs bekommen. Ich durfte sie dann immer bei ihrer Arbeit unterstützen, ihr zeigen wie alles funktioniert und selbstverständlich auch selbst mit den neuen PCs herumspielen. Nach und nach habe ich mich in meinem Bekannten- und Freundeskreis zu „dem, der sich mit Computern auskennt“ etabliert und z.B. auch einer lokalen Immobilienfirma beim Aufbau ihres Systemnetzwerkes geholfen.

Ich habe nach meinem Abi angefangen, Physik zu studieren und nebenher bei Vodafone im Internetcafé gearbeitet (definitiv einer der coolsten Jobs, den ich je hatte). Irgendwann habe ich dann angefangen für Vodafone im Vertrieb zu arbeiten. Das hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht und ich konnte viel lernen – Wie man sich aber wahrscheinlich vorstellen kann, hat mein Studium irgendwann sehr darunter gelitten, da mir einfach das nötige Interesse daran fehlte. Mir war aber auch bewusst, dass ich langfristig gesehen nicht bei Vodafone im Vertrieb versacken möchte.

Von daher habe ich mein Studium abgebrochen, mich darauf besonnen, was mir eigentlich Spaß macht und mir die Ausbildungsmöglichkeiten angesehen. Mir war ziemlich schnell klar, dass die FISI-Ausbildung für mich das Richtige war. Nach einigen Bewerbungsgesprächen habe ich mich dann letztendlich für die Marketing Factory entschieden. Nicht zuletzt, weil ich das Gefühl hatte, hier am meisten lernen zu können. Und naja: Hier bin ich heute.“

Kannst du uns kurz erklären, was die Inhalte der FISI-Ausbildung sind? Und worin besteht der Unterschied zum FIAE?

„Meine Ausbildung ist ja nun schon einige Jahre her. Früher wurde uns in der Ausbildung definitiv mehr tatsächliches Handwerk an der Hardware vermittelt – Heute ist das mehr Kopfarbeit. In der Ausbildung lernt man neben grundlegenden Inhalten zum System- und Netzwerkaufbau auch grundlegende Programmierfähigkeiten. Also Programmierlogiken und -techniken, die für den heutigen Arbeitsalltag eines Systemadministrators unumgänglich sind. Im Vergleich zu den FIAEs lernen FISIs definitiv mehr rund um die Themen Hardware, Betriebssysteme und Netzwerke.“

Welche Schwerpunkte setzen wir bei der Marketing Factory? Wo und wofür wird ein Azubi eingesetzt?

„Zum einen werden Azubis bei uns für interne IT-Projekte eingesetzt. Sie fangen mit kleineren Teilprojekten an und übernehmen mit fortschreitender Ausbildung immer größere Projekte und umfangreichere Aufgaben. Zum anderen werden sie natürlich auch in tatsächliche Kundenprojekte mit einbezogen. Auch dort beginnen sie mit kleineren Teilprojekten und erhalten fortlaufend mehr Verantwortung, werden zum Ansprechpartner für ihre Projekte und übernehmen auch die Kommunikation mit externen Dienstleistern.

Wir versuchen unseren Auszubildenden jedoch nicht nur Fachwissen zu vermitteln, sondern ihnen auch das selbstständige Lernen beizubringen. Das autodidaktische Aneignen von Inhalten ist essentiell – nicht nur für die Ausbildung, sondern auch für das spätere Berufsleben. Die sich schnell weiterentwickelnden Technologien erfordern, dass man sich regelmäßig weiterbildet. Wenn man das also nicht lernt, wird man in diesem Beruf später scheitern.“

Für wen eignet sich die Ausbildung? Was ist das benötigte Mindset?

„Wer diese Ausbildung machen möchte sollte – neben dem grundsätzlichen Interesse an der Materie und dem dazugehörigen Hintergrundwissen – eine große Portion Neugier und Experimentierfreude mitbringen. Man sollte problemlösungsorientiert handeln können und Spaß daran haben, sich eigene, ungewöhnliche Lösungswege auszudenken, um letztendlich zu seinem Ziel zu kommen.“

Kannst du uns kurz die Vor- und Nachteile der Ausbildung bei einer mittelgroßen Agentur wie unserer erläutern?

„Der wohl größte Vorteil ist, dass man bei uns sehr nah an allen Disziplinen sitzt und jederzeit mit allen Fachbereichen kommunizieren kann. Man hat direkten Kontakt zu Kunden und Kollegen und sitzt nicht für 3 Jahre in einer abgeschotteten Abteilung, in der jeden Tag dasselbe gemacht wird und in der man die Kollegen aus anderen Bereichen nie kennenlernt. Azubis erhalten einen allumfassenden Einblick in die Systemadministration unseres Unternehmens und lernen alle dazugehörigen Facetten kennen. In kleinen Agenturen ist man häufig so in das Tagesgeschäft eingespannt, dass keine Zeit für eigene Projekte bleibt. In großen Agenturen geht man hingegen oft in der Menge unter und erhält nur einen eingeschränkten Blick auf die Systemadministration des Unternehmens.

Meiner Meinung nach erhält man bei einer mittelgroßen Agentur dementsprechend einfach eine umfassendere Ausbildung, in der man mit seinen Aufgaben wachsen kann.“

Wie unterstützen wir unsere Azubis bei ihren Abschlüssen? 

„Wir bereiten unsere Azubis gezielt auf die Inhalte der IHK-Abschlussprüfung vor. Die dafür erforderlichen Fachkenntnisse vermitteln wir ihnen im Rahmen der Arbeitszeiten und schulen als Vorbereitung für die mündliche Abschlussprüfung auch ihre kommunikativen Fähigkeiten. Eigens dafür haben wir eine 14-tägige Präsentationsreihe geplant, in der die Azubis fachbezogene Inhalte erarbeiten und vor den Kollegen präsentieren. Netter Vorteil ist hier zudem auch, dass unser CTO Ingo Schmitt bereits seit 10 Jahren als Prüfer für IT-Berufe bei der IHK tätig ist. Bei uns steht jeder den Azubis jederzeit zur Verfügung und wir unterstützen sie bei jedem Problem.“

Was sind die Zukunftsaussichten für einen FISI bei der Marketing Factory?

„Kurz gesagt: Wir bilden natürlich für den eigenen Bedarf aus. Im Normalfall übernehmen wir unsere Azubis nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung und bieten ihnen eine unbefristete Arbeitsstelle an.“

Was sind die eventuellen Schattenseiten des Berufs?

„Naja, Systeme laufen rund um die Uhr. Es kann schon mal passieren, dass ein System außerhalb der Geschäftszeiten abstürzt und man aktiv werden muss. Oder, dass Wartungsarbeiten an einer Kundeninstallation durchgeführt werden müssen und der Kunde wünscht, dass das nach Feierabend passiert. Das kommt jedoch äußerst selten vor und ich tue seit Jahren mein Bestes dafür, dass das nicht mehr passiert 😉 “

Danke für das Interview!


Falls ihr Lust auf eine Ausbildung bei uns habt – schickt gerne einfach eine Mail mit euren Bewerbungsunterlagen an jobs@marketing-factory.de – Ansprechpartner ist Ingo Schmitt. Falls ihr jemanden kennt, der jemanden kennt, der eine Ausbildungsstelle sucht würden wir uns freuen, wenn ihr unser Stellengesuch entsprechend weiterleitet 🙂

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Über Luisa Sofie Faßbender

Seit September 2015 als Projektleiterin bei der Marketing Factory | Blog-Sklaventreiberin | TYPO3 Project Marketing | 🦄

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