Titelbild Suchtechnologien

Welche Suche darf es sein?

Marketing Factory besitzt als langjähriger, zertifizierter Partner von FACT-Finder (seit 2013), als auch durch regelmäßige Teilnahmen an Code-Sprints sowie durch die Erstellung von Patches für die TYPO3 Extension tx_solr reichlich Know-How was die verschiedenen Suchtechnologien für Webseiten betrifft. Nur für welche Zwecke eignen sich die unterschiedlichen Suchapplikationen eigentlich am besten? Im Folgenden gehen wir darauf ein, für welchen Anwendungsfall wir welche Technologie empfehlen.

indexedsearch – Die Standardsuche von TYPO3

Mit der Core-Extension indexedsearch liefert TYPO3 bereits out-of-the-Box eine Suche mit, die in wenigen Schritten bereits einsatzbereit ist. Man aktiviert die Extension, richtet das Plugin in einem Content-Element im Backend ein und – Fertig.

Leider ist es jedoch nicht ganz so einfach: Grundsätzlich indiziert indexedsearch nämlich nur die Inhalte, die ein Nutzer, ein Bot oder ein Crawler aktiv aufruft. Eine Seite, die niemand aufruft, landet somit niemals im Index. Auch die Dokumente, die sich auf dieser Seite befinden, haben keine Chance in den Index zu gelangen. Außerdem besitzt indexedsearch die ein oder andere Schwäche, sofern eine Seite mehrsprachig ist oder eine Website sehr viele Unterseiten besitzt. Dadurch, dass alle Inhalte direkt in der Datenbank gespeichert sind, leidet außerdem die Suchperformance.

solr – Der Performance-Boost für die Webseiten-Suchen

Während indexedsearch eher der VW-Käfer unter den Suchen ist, könnte man solr schon als die S-Klasse der Content-Suchen bezeichnen. Nicht nur, weil die Suche auch bei größeren Datenmengen sehr performant ist, sondern auch, weil die Suchanfrage des Nutzers gezielter verarbeitet wird. Bei der normalen Standardsuche zählt der Algorithmus stumpf das Vorkommen des Suchwortes in einem Text und bildet darauf basierend die Relevanz. Genau hier setzt solr an und bietet die Möglichkeit, den unterschiedlichen Bestandteilen einer Seite eine unterschiedliche Gewichtung beizumessen. So kann der normale Inhaltstext einer Seite ein hohes Gewicht bekommen, während Titel und Zwischenüberschriften als nicht ganz so wichtig erachtet werden können. Die Individualisierungs-möglichkeiten sind hier enorm. Natürlich steigt mit zunehmender Individiualisierung auch die Komplexität für den Integrator.

FACT-Finder – Der Herr der Produkte

FACT-Finder hat sich vor allem auf Online-Shops spezialisiert. Ähnlich wie solr die Suche für Content-Elemente behandelt, so gibt FACT-Finder dem Integrator eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie er die Informationen zu seinen Produkten in der Suche bereitstellt. Auch besitzt FACT-Finder die Möglichkeit anhand der getätigten Einkäufe oder Klicks selbständig zu lernen. Dadurch kann FACT-Finder unterschiedlichen Produkten zu einem gewissen Keyword einen Boost nach oben oder unten zu geben. Ein Produkt was beim Kunden also gut ankommt, steht somit auch im Ranking höher.


Fazit – Welche Suche passt nun zu mir?

Betreibt der Kunde eine Webseite mit wenigen Seiten und will eine einfache Suche haben, dann setzen wir auf indexedsearch. Sobald die Anforderungen des Kunden an die Suche höher ausfallen oder die Webseite viele Seiten beinhaltet, so führt hier kein Weg an solr vorbei. Insbesondere dann auch nicht, wenn hierarchische Filter und eine automatische und kontrollierte Indexierung der Inhalte erfolgen soll. Besitzt der Kunde einen Online-Shop, so empfehlen wir in der Regel den Einsatz von FACT-Finder. Spannend wird es dann, wenn der Online-Shop auch einen Content-Bereich enthält und somit eine Kombination von Produktsuche und Content-Suche gefordert ist. Hier wäre dann eine Kombination aus solr und FACT-Finder denkbar.

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Über Simon Schmidt

Simon Schmidt ist bei Marketing Factory für die Bereiche technisches SEO und Datenanalyse zuständig

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